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Apr 13

Auf der anderen Seite vom Zaun ist das Gras viel grüner! – Bildbearbeitung

Heute möchte ich über ein Thema philosophieren, über das ich mir inzwischen einige Gedanken gemacht habe.
In letzter Zeit bin ich auf Facebook mehreren Foto-Gruppen beigetreten und verbringe einiges an Zeit damit, dort die Fotos der Könner zu bewundern.
Ich selber bin in Sachen Fotografie und Bildbearbeitung noch ein recht unbeschriebenes Blatt, daher bin ich manches Mal neidisch. Es gibt einiges, das ich ebenfalls gerne können würde.

Also experimentiere ich oft mit meinen Fotos und Photoshop und / oder Gimp. Ab und zu bin ich mit dem Ergebnis sogar zufrieden. Dann zeige ich diese Fotos hier auf der Seite. Viel häufiger bin ich aber unzufrieden, weil meine Fotos nie so perfekt aussehen. Und leider, leider bin ich ein kleiner Perfektionist, der nichts in die Welt hinausschickt, von dem er nicht zu 100% überzeugt ist (in diesem Falle: was mir gefällt)

Seit einiger Zeit kommt in besagten Facebook-Gruppen immer wieder die Frage auf, ob wirklich fast jedes Bild bearbeitet werden muss. Ob es nicht eigentlich Sinn des Fotografierens ist, einen bestimmten Moment festzuhalten, weil er einem so wie er ist besonders erscheint.

Ich für mich habe mich nach einigem Überlegen dafür entschieden, dass es für mich genau darauf ankommt. Und zwar nur darauf: ich möchte schöne Fotos machen von Momenten, die für mich besonders waren, weil ich etwas Schönes / Besonderes erlebt / gesehen habe. Damit ich diese Momente festhalten und später nochmal anschauen kann um in Erinnerungen zu schwelgen oder einfach nur Spass daran zu haben. Denn so wie auf diesen Bildern war es in der Realität. Sobald ich daran etwas ändere, geht ein Stück Realität verloren. Finde ich jedenfalls.

Das soll nicht heißen, dass ich künftig nichts mehr an meinen Fotos tun werde. Ein schiefer Horizont oder Unschärfe, weil mal wieder viel zu schnell und aus dem Handgelenk geknipst wurde, so etwas werde ich -soweit ich es kann- weiterhin nachbessern. Allerdings war der Horizont im Moment des Fotografierens ja nun mal auch nicht  annähernd senkrecht oder das Seeufer um die Ente herum total verschwommen. So etwas nachzubesseren, das geht für mich in Ordnung.

Darüber hinaus werde ich meine Fotos aber so lassen, wie sie von der Speicherkarte kommen.
Wenn ich Lust auf Spielerei habe, okay, aber das werden Ausnahmen bleiben.
Zum Glück sind Tiere meines Lieblingsmotive, und die sind in meinen Augen immer perefekt so wie sie sind. Außerdem bin ich zwar ein kleiner Perfektionist, aber ungeduldig bin ich auch. Alleine daran scheitert manche Bildbearbeitung. Vielleicht wird das nun endlich mal ein Vorteil :)

Nicht falsch verstehen: ich kapituliere nicht vor meiner Ungeduld oder der Tatsache, dass ich noch einiges lernen muss bzw möchte. Ich werde weiter lernen und ausprobieren, alles andere wäre ja irgendwie blöd. Aber der Großteil meiner Fotos wird ohne kreative Bearbeitung bleiben, weil das Foto -meiner Meinung nach- sonst nicht genau das widerspiegelt, weshalb ich es gemacht habe.

Ganz ohne Foto endet natürlich kaum ein Artikel hier, deshalb kommen hier zwei, die ich heute auf dem Rückweg vom Trödelmarkt gemacht habe.
Einfach weil ich die Blumen in der Sonne so schön fand.

 

bluete-weissIch schwöre, ich habe die Spinne erst zuhause am PC entdeckt!

gelbeblueteJa, dahinten hängen Jesus‘ Beine, ich weiß. Aber darum geht es auf dem Foto nicht.
Ihr versteht?

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